„Was wünscht sich euer Kind?“
Diese Frage hören wir oft – vor dem Geburtstag, zu Weihnachten oder einfach mal zwischendurch. Unser Antwort lautet oft: Er hat alles. Mittlerweile ist unser Kind fast anderthalb, aber im ersten Jahr haben wir bewusst Ostergeschenke und Weihnachtsgeschenke limitiert (soweit es ging). Nichtsdestotrotz hat unser Kind einen von der Verwandtschaft einsehbaren Wunschzettel. Denn ganz OHNE Geschenke geht es ja auch auch nicht, oder?! Vor allem, wenn es noch andere Kinder in der Verwandtschaft gibt. Und es macht (zugegebenermaßen) auch uns Spaß, in Spielwarengeschäften oder auf Kleinanzeigen zu stöbern und Schätze zu finden. Zumal unser Kind auch immer mehr Interesse an Spielzeug entwickelt (Sind wir ehrlich, unter 1 benötigt ein Kind WIRKLICH kaum bis kein Spielzeug!)
Trotzdem merken wir immer mehr:
Die wertvollsten Momente sind die, in denen wir wirklich gemeinsam Zeit verbringen.
Nicht das neue Spielzeug sorgt für bleibende Erinnerungen – sondern der Freibadbesuch, der gemeinsame Nachmittag mit Freunden oder andere gemeinsame Erfahrungen.
Warum wir nicht „mehr Zeug“ wollen
Klar, Spielsachen können toll sein – aber unsere Erfahrung zeigt schon jetzt:
Das Interesse an neuen Dingen ist oft schnell wieder vorbei. Viele Sachen bleiben ungenutzt liegen oder machen einfach zu viel Lärm 😉 Oft werden auch Dinge geschenkt, für die das Kind noch zu klein ist und es kann daher (zunächst) nichts anfangen. Das ist aber in der Regel auch nicht das, was sich Großeltern oder andere Verwandte vorstellen. Das Kind soll sich doch freuen…
Daher haben wir uns vorgenommen, öfter zu sagen: Schenkt lieber Zeit als Spielzeug.
Unser Kind genießt es, wenn wir (oder Oma und Opa,…) einfach da sind. Wenn man sich Zeit nimmt, sich voll auf es einzulassen. Ohne nebenbei das Handy in der Hand zu haben. Ohne Termine im Nacken.
Deshalb sagen wir:
🎁 Bitte keine riesige Geschenke-Flut.
🎁 Schenkt ihm lieber etwas Gemeinsames.
Was Quality Time in diesem Alter für uns bedeutet
Mit bald 18 Monaten ist unser Kind voller Entdeckerdrang. Es braucht keine aufwendig geplante Ausflüge – sondern vor allem Zuwendung, Nähe und Sicherheit.
Das sind für uns schöne gemeinsame Erlebnisse:
– Ein Spaziergang und Tiere beobachten
– Gemeinsam Kinderlieder hören und tanzen
– Ein Spielplatzbesuch mit viel Zeit
– Gemeinsam ein Bilderbuch entdecken
– Im Garten oder auf der Wiese herumtapsen und Blümchen bewundern oder jedes Steinchen am Boden bestaunen
– Ein Eis teilen
Manches davon dauert nur 20 Minuten – aber diese Momente bleiben hängen.
Wie wir mit Geschenken umgehen
Wenn es um Geschenke geht – zum Beispiel von Großeltern oder Freund:innen – finden wir es schön, gemeinsam Ideen zu finden, die Zeit und Erleben verbinden.
Zum Beispiel:
– Ein Ausflug mit Oma und Opa
– Ein Bilderbuch, das gemeinsam vorgelesen wird
– Ein Sandspielzeug, das wir dann gleich zusammen auf dem Spielplatz ausprobieren
Das ist nicht immer leicht – aber oft eine schöne Gelegenheit, Verbundenheit zu schenken statt Dinge.
Warum das Sich-Zeit-Nehmen Allen gut tut
Sich bewusst für gemeinsame Zeit zu entscheiden, kann Positives bewirken:
– Das Kind ist ausgeglichener
– Wir sind präsenter und entspannter
– Und es entsteht mehr Raum für kleine Rituale und Erinnerungen
Zeit statt (Spiel-)Zeug ist kein Dogma – aber ein Kompass, der uns hilft, bewusster zu leben.
Fazit:
Kleinkinder brauchen keine vollen Regale – sondern volle Herzen.
Und wir merken immer wieder: Die schönsten Geschenke passen nicht in Geschenkpapier, sondern in ein Fotoalbum, ins Herz – oder ins Lachen unseres Kindes.
Wie handhabt ihr das mit Geschenken in dieser Lebensphase? Wir freuen uns über eure Gedanken oder Tipps.